Dez
16

Prävention von Sportverletzungen muss einen hohen Stellenwert bekommen!

Die Wiederverletzungsrate am Sprunggelenk ist mit 73% enorm hoch. Aus diesem Grund sollten die Strukturen des Sprunggelenks nach einer Verletzung wieder komplett auftrainiert werden, damit das Gelenk vor einer erneuten Verletzung geschützt ist.

Leider sind die Strukturen des Sprunggelenks, wenn es einmal zu einer schweren Verletzung (z.B. Überdehnung oder Außenbandriss) gekommen ist, sehr instabil. Das betroffene Gelenk schmerzt enorm und bietet kaum Halt, was zu dem hohen Instabilitäts- und Unsicherheitsgefühl führt.

Daher sollte der Patient sobald er aus der akuten Verletzungsphase (ca. nach 48 Std.) heraus ist und wieder leicht auftreten kann, mit gezielten Bewegungsübungen (erst einmal ohne Gewicht) beginnen. Dies geht am besten mit einem Koordinations- und Krafttraining auf instabiler Unterlage. Unter dem Reiter "Übungen" findet Ihr Videos mit vielen Varianten, wie man so ein Training durchführen kann.

Ein gezieltes und gutes Kräftigungs- und Koordinationstraining gibt dem Gelenk die Stabilität zurück, kann jedoch das Level, welches ein gesundes Gewebe erreichen könnte, nicht erreichen. Das Narbengewebe rund um die Bänder, wird immer eine Schwachstelle bleiben, weshalb es wichtig ist, in Mannschaftsspielen mit Gegenerkontakt oder unebenen Bodenverhältnissen zusätzlich eine Bandage zu tragen. Sie stützt und stabilisiert das Gelenk, so dass der Sportler vor weiterem Umknicken geschützt ist. Jedoch sollte er das regelmäßige Trainieren auf instabiler Unterlage unbedingt beibehalten.

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