Indikationen

Die drei folgenden Indikationen ähneln sich vom Beschwerde- und Behandlungsbild auf den ersten Blick sehr, dennoch gibt es vereinzelt Unterschiede.

Indikation: Verstauchung am Sprunggelenk

Was ist eine Verstauchung am Sprunggelenk?

Eine Verstauchung wird durch das gewaltsame Umknicken oder Verdrehen des Fußes verursacht, wodurch die Weichteile des Fußgelenks verletzt werden. Das Auftreten des Fußes ist nur unter großen Schmerzen möglich. Es kommt zu einer Schwellung und erheblicher Druckempfindlichkeit. Eine Verstauchung kann innenseitig oder außenseitig lokalisiert werden. Wenn die äußere Seite betroffen ist, verursachen Drehungen des Fußes nach innen erhebliche Schmerzen, umgekehrt kommt es bei einer Drehung nach außen zu starken Schmerzen. Eine Verstauchung des Sprunggelenks muss komplett auskuriert werden, da es sonst leichter zu Folgeverletzungen, wie z.B. Bänderdehnungen oder –rissen kommen kann.
Verminderte Balance und Koordinationsfähigkeit im Sprunggelenk können eine Ursache für das Auftreten einer Verstauchung sein.

Woher kommen die Schmerzen?

Bei einem Bänderriss kommt es je nach Schweregrad der Verletzung durch Wassereinlagerungen und Hämatomen (blauer Fleck) zur Schwellung des gesamten äußeren Knöchels. Gerade bei Bewegungen und Gewichtsbelastungen treten starke Schmerzen auf, welche durch die Schwellung, Überdehnung oder die Risse verursacht werden.

Was kann ich dagegen tun?

• Im Akutfall wird die PECH-Regel (P=Pause, E=Eis, C= C(K)ompression, H= Hochlagerung) angewendet.
• Nach spätestens 48 Stunden sollte wieder mit leichten Bewegungsübungen ohne Belastung begonnen werden, um den Bewegungsumfang des Sprunggelenks wiederherzustellen.
• Nachdem die Schwellung am Knöchel abgeklungen ist, sollte eine Schiene getragen sowie die Gewichtsbelastung schrittweise erhöht werden.
• Wichtig ist das Durchführen von Übungen, die die Muskelkoordination schulen und so den Muskel- und Bandapparat um den Knöchel stabilisieren.

Das Tragen einer Bandage und Übungen zur Schulung der Muskelkoordination des Fußes schützen vor erneuten Verletzungen.

Indikation: Außenbandüberdehnung am Sprunggelenk

Was ist eine Außenbandüberdehnung am Sprunggelenk?

Durch das Umknicken des Fußes können die Außenbänder am Sprunggelenk überdehnt werden. Diese aus festem Bindegewebe bestehenden Bänder bilden die Verbindung zwischen den einzelnen Knochen und stabilisieren das Gelenk. Da die meisten Außenbandverletzungen während der Beugung des Fußes nach unten geschehen, ist das vordere Außenband am häufigsten betroffen.
Eine Bänderüberdehnung tritt schneller auf, wenn ältere Verletzungen am Sprunggelenk nicht vollständig auskuriert wurden. Verminderte Balance und Koordinationsfähigkeit im Sprunggelenk können eine weitere Ursache sein.

Woher kommen die Schmerzen?

Bei einer Überdehnung der Außenbänder kommt es je nach Schweregrad der Verletzung aufgrund von Wassereinlagerungen und Hämatomen (blauer Fleck) zur Schwellung des gesamten äußeren Knöchels. Gerade bei Bewegungen und Gewichtsbelastungen treten starke Schmerzen auf, welche durch die Schwellung und Überdehnung verursacht werden.

Was kann ich dagegen tun?

• Im Akutfall wird die PECH-Regel (P=Pause, E=Eis, C= C(K)ompression, H= Hochlagerung) angewendet.
• Nach spätestens 48 Stunden sollte wieder mit leichten Bewegungsübungen ohne Belastung begonnen werden, um den Bewegungsumfang des Sprunggelenks wiederherzustellen.
• Nachdem die Schwellung am Knöchel abgeklungen ist, sollte eine Schiene getragen sowie die Gewichtsbelastung schrittweise erhöht werden.
• Danach ist es wichtig Übungen zur Förderung der Muskelkoordination durchzuführen und so den Muskel- und Bandapparat um den Knöchel zu stabilisieren.

Das Risiko einer erneuten Verletzung nach einer Bänderüberdehnung, die sogar zum Bänderriss führen könnte, ist deutlich erhöht. Daher ist das Tragen einer Bandage zur Prophylaxe während der Sportausübung sehr wichtig.

Indikation: Bänderriss am Sprunggelenk

Was ist ein Bänderriss am Sprunggelenk?

Durch das Umknicken des Fußes werden die Außenbänder am Sprunggelenk so überdehnt, dass sie reißen. Diese aus festem Bindegewebe bestehenden Bänder bilden die Verbindung zwischen den einzelnen Knochen und stabilisieren das Gelenk. Da die meisten Außenbandverletzungen während der Beugung des Fußes nach unten geschehen, ist in 65% der Fälle das vordere Außenband betroffen. Es wird gefolgt vom mittleren Außenband, das mit 20% betroffen ist, und dem hinteren Außenband. Studien zeigen, dass es oft zu einem Bänderriss kommt, wenn ältere Verletzungen am Sprunggelenk nicht vollständig auskuriert wurden. Verminderte Balance und Koordinationsfähigkeit im Sprunggelenk können eine weitere Ursache sein.

Woher kommen die Schmerzen?

Bei einem Bänderriss kommt es je nach Schweregrad der Verletzung durch Wassereinlagerungen und Hämatomen (blauer Fleck) zur Schwellung des gesamten äußeren Knöchels. Gerade bei Bewegungen und Gewichtsbelastungen treten starke Schmerzen auf, welche durch die Schwellung, Überdehnung oder die Risse verursacht werden.

Was kann ich dagegen tun?

• Im Akutfall wird die PECH-Regel (P=Pause, E=Eis, C= C(K)ompression, H= Hochlagerung) angewendet.
• Nach spätestens 48 Stunden sollte wieder mit leichten Bewegungsübungen ohne Belastung begonnen werden, um den Bewegungsumfang des Sprunggelenks wiederherzustellen.
• Nachdem die Schwellung am Knöchel abgeklungen ist, sollte eine Schiene getragen sowie die Gewichtsbelastung schrittweise erhöht werden.
• Übungen auf leicht instabiler Unterlage erhöhen die Koordination der Muskulatur und damit die Stabilität im Gelenk.

Das Risiko einer erneuten Verletzung nach einem ersten Bänderriss ist deutlich erhöht. Daher ist das Tragen einer Bandage während der Sportausübung sehr wichtig, um einem weiteren Bänderriss vorzubeugen.


 



Informationen zu Knöchelbandagen und Sprunggelenkbandage | Startseite